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25.11.2008 | Autor/in: Markus Lembeck
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Echte Fälle: Moot Court zum Steuerrecht am BFH

Ende November findet am Bundesfinanzhof (BFH) in München zum ersten Mal ein öffentlicher Moot Court zum Steuerrecht statt, an dem sich deutsche und österreichische Studenten beteiligen.Träger der Veranstaltung sind die Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft
(DStJG) und der BFH, das oberste deutsche Gericht für Steuern. Teams von Studenten treten dabei als Prozessbeteiligte auf und verhandeln wirklichkeitsnah Revisionsfälle.
Nach einem Probelauf im vergangenen Jahr wird ab sofort alljährlich ein Wettbewerb ausgeschrieben. Beteiligen können sich Teams von rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten in Deutschland und Österreich. Die Teilnehmer haben die Aufgabe, innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu zwei steuerrechtlichen Revisionsfällen Schriftsätze der beiden Prozessbeteiligten zu entwerfen. Später, im Endausscheidungsverfahren, treten sie als Prozessbeteiligte in der mündlichen Revisionsverhandlung auf. Auf welcher Seite sie in der mündlichen Verhandlung Platz nehmen, wird erst kurz vorher durch das Los bestimmt.
Von anderen Wettbewerben dieser Art unterscheidet sich der Moot Court am BFH dadurch, dass die zu bearbeitenden Fälle nicht konstruiert sind. Sie liegen als echte Revisionsfälle dem BFH zur Entscheidung vor.
Der Jury gehören neben dem Präsidenten des BFH ein Wissenschaftler, ein Rechtsanwalt, ein Finanzbeamter sowie ein BFH-Richter an. In diesem Jahr beteiligen sich an der mündlichen Endausscheidung Teams der Universitäten aus Heidelberg, Köln, München, Münster und Wien.
Im Internet: http://www.bundesfinanzhof.de
http://www.dstjg.de