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29.07.2008 | Autor/in: Markus Lembeck
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Juristen unter Strom: Ex-Baker-Anwälte gründen Energie-Start-up

Knut Hechtfischer und Dr. Frank Pawlitschek, bis zum Frühjahr als Associates im Berliner Büro von Baker & McKenzie tätig, haben ein Beratungs-Unternehmen gegründet, das sich die bessere Nutzung des Stromnetzes auf die Fahnen geschrieben hat.Zusammen mit einem Partner aus der Elektrizitätswirtschaft haben die beiden Juristen die Firma „ubitricity“ gegründet. „Neben der Leidenschaft für die Juristerei hatten wir schon länger eine Leidenschaft für ein eigenes Unternehmen im Technologiesektor“, sagt Hechtfischer, der bei Baker im Bereich Corporate/M&A tätig war. Er und Pawlitschek haben als Anwälte unter anderem Technologie-Unternehmen in regulatorischen Fragen und im Bereich erneuerbare Energien beraten.
Ubitricity will im Elektrizitätsmarkt verschiedene Partner zusammenbringen, die von dem mittelfristigen Trend zur Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotoren in Autos profitieren können: Die Stromerzeuger, die nach Möglichkeiten suchen, Elektrizität zu speichern, die Autofahrer, die in wenigen Jahren durch ihre Nachfrage nach Hybridautos zu einer neuen Kundengruppe werden, und außerdem Automobilhersteller, die ihre neuen Fahrzeuge als sparsame und klimafreundliche Produkte vermarkten können.
„Die grundlegende Idee ist, alle mit Strom betriebenen Autos über das Stromnetz zu einem großen Speicher zusammenzuschließen“, erklärt Pawlitschek. Die Akkus der einzelnen Autos werden zu den Bausteinen einer verteilten Speicherung, die ein Problem der gegenwärtigen Technologie löst – das Problem, das Elektrizität nicht im größeren Volumen gespeichert werden kann.
Hechtfischer und Pawlitschek können von ihrer Berufserfahrung unmittelbar profitieren. „Der Strommarkt hat sehr viele juristische Fragestellungen, die bei der Einführung unserer Dienstleistung berücksichtigt werden müssen“, meint Hechtfischer.

Im Internet: http://www.ubitricity.com