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18.12.2007 | Autor/in: Markus Lembeck
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Hamburger Juristen leiten Aufbau der Europe-China School of Law

Unter Federführung der Universität Hamburg wird ein europäisches Konsortium die Europe-China School of Law (ECSL) in Peking errichten. Die Europäische Kommission fördert das internationale Projekt mit 35 Millionen Euro. Die Planung sieht vor, dass bis zu 25 deutsche Professorinnen und Professoren an der ECSL in der chinesischen Hauptstadt unterrichten und forschen werden.

„Die Mitwirkung deutscher und anderer europäischer Rechtslehrer an der Europe-China School of Law in Peking wird dazu beitragen, unserem Rechtsverständnis in China Geltung zu verschaffen und den Rechtsstaatsdialog mit China zu intensivieren“, erklärte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, die die Bewerbung der Hamburger unterstützt hatte.

Die Projektleitung hat der Dekan der Juristischen Fakultät, Professor Dr. Hans-Heinrich Trute. Neben der Universität Hamburg beteiligen sich die Max-Planck-Institute in Hamburg, Heidelberg, Freiburg und München sowie die Bucerius Law School, das Europa-Kolleg Hamburg und die Universität Münster. Auch verschiedene Kanzleien fördern das Projekt, etwa die spanischen Sozietäten Cuatrecasas, Uría Menendez und J&A Garrigues, die italienische Kanzlei Bonnelli Erede Pappalardo, Clifford Chance sowie De Brauw. Auf chinesischer Seite werden sich zwei Pekinger Universitäten – die China University of Political Science and Law (CUPL) und die Tsinghua Law School – engagieren. Hinzu kommen weitere europäische Hochschulen.

Drei Projektziele haben die beteiligten Partner bislang vereinbart:
– Die Errichtung eines Masterstudiengangs für chinesische und europäische Studierende auf den Gebieten Europarecht, internationales Recht, Rechtsvergleich sowie chinesisches Recht, chinesische Sprache und Kultur für Europäer;
– Implementierung eines Qualifizierungsprogramms für Chinesen in juristischen Berufen mit Unterstützung von Praktikern aus Europa;
– Einrichtung eines Forschungsprogramms zur Reform des chinesischen Rechtssystems und zur Entwicklung von Gesetzesentwürfen sowie die Beratung chinesischer internationaler Firmen und Organisationen. (Markus Lembeck)

http://www.jura.uni-hamburg.de/china-eu-school-of-law/