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30.10.2007 | Autor/in: Markus Lembeck
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Virtueller Campus für Jura- und Informatikstudierende in Europa

Die EU-Kommission fördert mit über 400.000 Euro einen virtuellen Campus, auf dem zukünftig europäische Jura- und Informatikstudierende über das Internet miteinander vernetzt werden sollen. An dem Projekt, das zum Erasmus-Programm der Europäischen Union gehört, beteiligt sich neben Universitäten aus Ländern wie Finnland, Polen, Portugal, Spanien und der Türkei auch das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster.
Professor Dr. Thomas Hoeren, Leiter der zivilrechtlichen Abteilung dieses Instituts, erhofft sich von dem virtuellen Campus vor allem einen besseren fachlichen Austausch der Universitäten: „Eine derartig enge Zusammenarbeit von Unis aus ganz Europa ist selten. Aber dieses Projekt ermöglicht es uns, gemeinsame Studienprogramme zu erstellen, die Mobilität von Lehrkräften und Studenten zu fördern und unser Wissen auszutauschen.“ Hoerens Institut hat als NRW-Kompetenzzentrum bereits mehrfach an EU-Projekten zum Thema „Internet und Recht“ mitgewirkt.
Der virtuelle Campus ist zunächst nur für die Bereiche Rechtswissenschaft sowie Informations- und Kommunikationstechnologie geplant. Er soll europäischen Studierenden ermöglichen, internationale Abschlüsse zu erlangen. Außerdem werden Angebote zum „lebenslangen Lernen“ in diesen Fachgebieten online gestellt und so
Studierenden unabhängig von ihrem Herkunftsland in Europa verfügbar gemacht. Der Startschuss für die erste virtuelle Begehung des Campus im Internet soll nach Angaben der Initiatoren in knapp zwei Jahren fallen.
Im Internet: www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren