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29.05.2007 | Autor/in: Markus Lembeck
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Jura in fremden Sprachen: Universität Osnabrück schafft neues Angebot

Der Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück richtet zum Wintersemester 2007/2008 eine Fachspezifische Fremdsprachenausbildung (FFA) für Studierende der Rechtwissenschaften ein.Die Teilnehmer dieses Programms sollen innerhalb von drei Studienjahren vertiefte fachspezifische Kenntnisse in mindestens einer Fremdsprache sowie möglichst breite Kenntnisse der jeweiligen Rechtsordnung erwerben. Bewerbungen sind bis zum 15.Juli 2007 möglich.
„In dieser Einrichtung sehen wir eine Chance, das eigene Lehrangebot um einen zusätzlichen und besonders attraktiven Pfeiler zu erweitern“, erklärte Dekan Professor Dr. Martin Schmidt-Kessel. „Darüber hinaus ist es ein drittes profilbildendes Element neben der wissenschaftlichen Ausrichtung auf Wirtschaftsrecht sowie Europäisches und Internationales Recht.“
Im Angebot ist selbstverständlich eine Ausbildung in der englischen Sprache, wobei hier zwei unterschiedliche Ausprägungen, nämlich britisches Englisch und US-amerikanisches Englisch, vorgesehen sind. Das Französische ist als die andere Hauptarbeitsprache der Europäischen Union gleichfalls unverzichtbar. Eine FFA in niederländischer Sprache wird bislang in Deutschland nicht angeboten, die Osnabrücker Juristen erbringen hier eine Pionier-Leistung. Italienisch, Spanisch und Polnisch sind die Sprachen von drei weiteren großen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die den Juristen an der niedersächsischen Universität demnächst angeboten werden. Den Unterricht leiten ausschließlich Muttersprachler.
Das Ausbildungsprogramm ist in drei Phasen gegliedert, nämlich eine mit der allgemeinen Sprach- und Wirtschaftssprachausbildung sowie zwei für die fachspezifischen Ausbildung. Es soll beginnend zum Wintersemester im Jahresturnus angeboten werden. Die Verantwortlichkeiten für die einzelnen Abschnitte werden zwischen Akademischem Auslandsamt und Fachbereich geteilt. Der Zugang zur FFA erfolgt grundsätzlich nach den allgemeinen Zulassungskriterien des Fachbereichs für den Studiengang Rechtswissenschaften. Um zu gewährleisten, dass die zugelassenen Studierenden den Kursen der Grundstufe folgen können, ist Voraussetzung zur Zulassung zudem in jedem Falle das Bestehen eines Eingangstests in der betreffenden Sprache. Am Ende der Ausbildung erhalten die Absolventen ein Zertifikat. Schmidt-Kessel: „Sprachkompetenz macht den künftigen europäischen Wirtschaftsjuristen aus. Wir hoffen, durch diese Neuerung viele gute Köpfe an unseren Fachbereich zu locken.“

http://www.jura.uni-osnabrueck.de/html/ffa.html