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27.03.2007 | Autor/in: Markus Lembeck
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azur-Hochschulgespräch: Drei Fragen an Professor Dr. Strauß

Professor Dr. Rainer Strauß ist Beauftragter für den LL.M.-Studiengang Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule Osnabrück, wo er seit 2002 lehrt. Der LL.M. löste im vergangenen Jahr den Diplom-Studiengang Wirtschaftsrecht ab, der beim CHE-Ranking 2005 in der Spitzengruppe landete. Für welche Zielgruppe wurde der Wirtschaftsrecht-LL.M. in Osnabrück konzipiert?

Der Master-Studiengang Wirtschaftsrecht ist das konsekutive Angebot zum Bachelor an unserer Fachhochschule. Wir rechnen damit, dass ungefähr gut ein Drittel der Osnabrücker LL.B.-Absolventinnen und Absolventen sich für den Master entscheiden. Daneben sollen Bachelor-Absolventen anderer Hochschulen ebenso zum Zug kommen wie Bewerber, die das 1. juristische Staatsexamen in der Tasche haben und ihr wirtschaftsrechtliches Wissen zusammen mit ökonomischen Inhalten vertiefen möchten.

Gibt es Alleinstellungsmerkmale, die diesen Studiengang von anderen unterscheiden?

Im Vergleich mit anderen LL.M.-Angeboten haben wir durchaus das Ziel, vertieftes Wissen im Wirtschaftsrecht in Verbindung mit ökonomischen Inhalten und Schlüsselqualifikationen, wie etwa Führungstraining und Verhandlungsführung, zu vermitteln. Dafür sind insgesamt vier Vollzeit-Semester vorgesehen. Auch die Gruppengröße von 25 Studierenden sorgt dafür, dass intensiv gelernt wird. In das Studienprogramm ist gewissermaßen ein wirtschaftsrechtliches Repetitorium integriert, das Wissenslücken schließt und die Grundlage schafft für zwei mögliche Spezialisierungen – Human Resources oder International Taxation and Accounting.

Die ersten Absolventen/innen werden im Sommer 2008 die Hochschule verlassen. Welche beruflichen Perspektiven sehen Sie für Ihre Absolventen?

Wir gehen davon aus, dass unsere Studierenden nach dem Abschluss für Führungsfunktionen gut gerüstet sind, da neben den juristischen und wirtschaftlichen Inhalten auch Schlüsselqualifikationen vermittelt werden. Als Arbeitgeber kommen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ebenso in Frage wie die Personalabteilungen von Unternehmen oder auch der höhere Öffentliche Dienst. Ein guter Einstieg in ein Arbeitsfeld ist die Masterarbeit, in der die Studierenden eine juristische Fragestellung aus der Praxis aufgreifen und ausarbeiten.