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27.02.2007 | Autor/in: Markus Lembeck
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Würzburger Juristen gründen neues Forschungszentrum

Seit kurzem verfügt die Juristische Fakultät der Universität Würzburg über eine neue Forschungseinrichtung, das „Zentrum für rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung“. Sein Ziel ist es, in fakultätsübergreifender Zusammenarbeit mit Einrichtungen im In- und Ausland Themen aus dem Bereich der juristischen Grundlagenfächer zu diskutieren.Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie, Römisches Recht, Methodik des Rechts und Rechtssoziologie heißen die Grundlagenfächer in Jura. Vertreten werden diese vier Fächer in Würzburg durch die vier Lehrstühle von Professor Dr. Horst Dreier, Professor Dr. Jan Harke, Professor Dr. Eric Hilgendorf und Professor Dr. Jürgen Weitzel. Sie haben sich im vergangenen Herbst zur Gründung eines neuen Forschungszentrums entschieden. Ihr Ziel ist es, den Bestand der Grundlagenfächer im Kanon der juristischen Teildisziplinen zu sichern und etwas mehr Gewicht zu verleihen sowie aktueller Forschung in diesem Bereich eine organisatorische und finanzielle Basis zu verschaffen.
Interdisziplinarität heißt eines der Leitmotive des neuen Zentrums. So denken die Juristen beispielsweise an eine Zusammenarbeit mit Lehrstühlen aus der Medizin, der Theologie und der Philosophie. Internationalität heißt das zweite Stichwort: Dank zahlreicher bereits bestehender Kontakte ins Ausland will das Zentrum nicht nur mit Lehrstühlen in Deutschland kooperieren. Eingebunden werden sollen auch in einem ersten Schritt Universitäten in Belgien, Spanien, Argentinien und Korea.
Auch Studierende sollen im Zentrum für rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung ihren Platz finden. Für sie wollen die Initiatoren beispielsweise spezielle Workshops anbieten, mit denen sie auf Prüfungen in den Grundlagenfächern vorbereiten.
Um eine dauerhafte Finanzierung des Zentrums zu gewährleisten, haben die Initiatoren des Forschungszentrums parallel eine Fördergesellschaft gegründet. Mit den Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen soll sie die Arbeit des Zentrums finanziell unterstützen.