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28.11.2006 | Autor/in: Markus Lembeck
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Auszeichnungen für junge Doktoren – und einen Professor

Einen Preis des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) erhielt Jens-Uwe Franck. Franck ist einer von sechs Preisträgern des VBKI-Europapreises. Für seine Dissertation über das Europäische Absatzrecht erhielt er ein Preisgeld von 3.000 Euro. Die Betreuer seiner Arbeit, Professor Dr. Stefan Grundmann und Professor Dr. Christian Kirchner, hatten sie gleichermaßen mit summa cum laude bewertet.Vier herausragende juristische Doktorarbeiten wurden an der Universität Münster mit dem Harry-Westermann-Preis ausgezeichnet. Dr. Nils Heinrichs erhielt den Preis für seine Dissertation über
„Mehrheitsbeschlüsse bei Personengesellschaften – Bestimmtheitsgrundsatz, Kernbereichslehre und materielle Beschlusskontrolle unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses der Institute zueinander“. Dr. Alejandro Kiss wurde ausgezeichnet für seine Doktorarbeit über „Die abstrakten Gefährdungsdelikte“. Elmar Krüger behandelte in seiner rechtshistorischen Arbeit das Thema „Der Traktat De ecclesiastica potestate des Aegidius Romanus – eine spätmittelalterliche Herrschaftskonzeption des papalen Universalismus“. Für die Arbeit „Zeitlicher Regelungsgehalt des Verwaltungsaktes“ schließlich wurde Dr. Christian Steinweg mit dem Westermann-Preis ausgezeichnet. Die Preisträger erhalten je 1.000 Euro.

Professor Dr. Bernd Mertens ist Preisträger des Wissenschaftspreises des Deutschen Bundestages 2006. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung haben die deutschen Parlamentarier seit 1993 an 14 Wissenschaftler vergeben.
Der Erlanger Rechtshistoriker Mertens erhält die Auszeichnung für seine bereits 2003 abgeschlossene Habilitationsschrift mit dem Titel „Gesetzgebungskunst im Zeitalter der Kodifikationen – Theorie und Praxis der Gesetzgebungstechnik aus historisch-vergleichender Sicht“. Mertens hat die Gesetzgebung von der Aufklärung bis zum Anfang des 20. Jahrhundert untersucht. Anhand konkreter Beispiele, etwa des Zustandekommens des BGB, analysiert er die methodischen Grundlagen der Gesetzgebungskunst sowie die Praxis der Gesetzgebung und liefert außerdem einen europäischen Vergleich.