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31.10.2006 | Autor/in: Markus Lembeck
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Kanzlei und Universität: Gemeinsame Studie zur Erbschaftssteuer

Für eine Studie zur Steuerlast aus Schenkungs- und Erbschaftssteuer hat die Kanzlei Shearman & Sterling mit zwei Instituten der Universität Mannheim zusammengearbeitet.Auf seiten der Hochschule waren das Institut für Unternehmensrecht (IURUM) und das Zentrum für Unternehmensnachfolge (zentUma) beteiligt. Unter der Leitung von Professor Dr. Carsten Schäfer und Shearman & Sterling-Partner Dr. Stephan Scherer haben der wissenschaftliche Mitarbeiter Oliver Treptow (IURUM) und der Shearman-Associate Daniel Lehmann die vollständigen Steuerdaten des Jahres 2002 ausgewertet, die vom Statistischen Bundesamt erstmals seit 1978 wieder zur Verfügung gestellt worden waren.
Die Einnahmen des Fiskus aus der Erbschaftsteuer beruhten im Jahr 2002 auf nur 60.108 Nachlässen bei etwa 850.000 Todesfällen. Der Gesamtwert der Nachlassgegenstände betrug rund 19 Milliarden Euro, abzüglich verschiedener Erbschaftsverbindlichkeiten in Höhe
von knapp 3,8 Milliarden Euro. Insgesamt flossen dem Staat gut 2,2 Milliarden Euro zu. Der Spitzensteuersatz von 50 Prozent bei besonders großem Vermögen und entferntem Verwandschaftsgrad wurde kein einziges Mal erhoben, so die Forscher.