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26.09.2006 | Autor/in: Markus Lembeck
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Jura-Studium wird Frauensache

Die Quote der Studienanfängerinnen in rechtswissenschaftlichen Studiengängen liegt bei 57 Prozent, Tendenz steigend.Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag der Frauenanteil vor zehn Jahren noch bei 49 Prozent. Ebenfalls überraschend: Im gleichen Zeitraum sank die Gesamtzahl der Studierenden in den Rechtswissenschaften um 12 Prozent – im Wintersemester 2005/06 waren 99.100 angehende Juristen eingeschrieben, 1996 waren es noch 112.500. Von dem Rückgang der Jura-Studierenden waren die Universitäten am stärksten betroffen, sie verloren 17 Prozent. Das Angebot wirtschaftsrechtlicher Studiengänge an Fachhochschulen konnte dieses hohe Minus nicht kompensieren.
Das nachlassende Interesse am Fach geht einher mit einer Ausdifferenzierung der Absolventen nach Hochschultypen und Abschlüssen. Die Abschlüsse mit erstem Staatsexamen machen in der Statistik nur noch unter 75 Prozent aus, weil einerseits immer mehr Juristen promovieren (1.900 im Jahr 2005) und andererseits die Abschlüsse aus reformierten Studiengängen – Bachelor- und Master-Abschlüsse – deutlich zunehmen. Über 600 Juristen erwarben außerdem ein wirtschaftsrechtliches Diplom einer Fachhochschule.