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29.08.2006 | Autor/in: Markus Lembeck
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Große Bandbreite bei Einstiegsgehältern

Gegenüber anderen Berufen weisen die Einstiegsgehälter von Junganwälten in Deutschland eine besonders große Bandbreite auf und reichen von unter 20.000 Euro bis 95.000 Euro. Das statistische Mittel der Jahresgehälter liegt nach einer Erhebung des Soldan Instituts für Anwaltsmanagement bei rund 43.400 Euro – mit anderen Worten, ungefähr bei der Hälfte des Einstiegsgehalts, das von Großkanzleien gezahlt wird.Maßgeblichen Einfluss auf die Höhe des Gehalts haben nach Auskunft der Forscher um Professor Dr. Christoph Hommerich die Größe und die Spezialisierung der Kanzlei. Auch das fachliche Profil des Junganwalts spielt eine wichtige Rolle. Ein Prädikatsexamen führt zu einem rund 60% höheren Einstiegsgehalt. Wer sein Jurastudium mit einer Promotion abschließt, kann noch höher klettern und 40-60% mehr verdienen als nicht-promovierte Kollegen.
Große Unterschiede gibt es nicht nur nach Qualifikation, sondern auch regional – am auffälligsten zwischen West- und Ostdeutschland: Je nach Arbeitgeber verdienen die ostdeutschen Anfänger nur 60-75% eines vergleichbaren westdeutschen Anwalts. Frauen sind generell schlechter gestellt als ihre männlichen Kollegen. Junge Rechtsanwältinnen erzielen nur 80-85% des Einkommens ihrer männlichen Kollegen.
Die veröffentlichten Zahlen stammen aus einer Befragung von über 600 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, die 2003 zur Anwaltschaft zugelassen worden sind.
www.soldaninstitut.de