News
25.04.2006 | Autor/in: Markus Lembeck
Themen in dieser Nachricht:

Jurastudium in Zahlen: Viele Anfänger, nicht ganz so viele Absolventen

Die Popularität des Jurastudiums ist ungebrochen: Die Statistiker von Destatis haben für das Jahr 2004 21.416 Studienanfänger im Fach Rechtswissenschaften ermittelt, nur 215 weniger als im Rekordjahr 2003.Dagegen ist die Zahl der bestandenen Examen sowohl in der 1. als auch in der 2. juristischen Staatsprüfung erneut zurückgegangen und lag 2004 bei 9.655 im ersten bzw. 9.639 im zweiten Examen (Vorjahr 9.565 bzw. 9.722). Dies dürfte unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass einige Jahre zuvor deutlich weniger Abiturientinnen und Abiturienten das Fach Rechtswissenschaften gewählt haben – zum Vergleich: Im Jahr 2000 wählten 3.000 junge Leute weniger dieses Studienfach als vier Jahre später.
Trotzdem bedeuten die Absolventenzahlen, dass der Zustrom zur Anwaltschaft nahezu unverändert weitergeht. Die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) hat ermittelt, dass bis zu 80 Prozent der Volljuristen die Zulassung zur Anwaltschaft beantragen. Entsprechend sieht der Präsident Dr. Bernhard Dombek die Universitäten in der Pflicht, das „anwaltsbezogene Wissen stärker zu vermitteln und abzuprüfen“.
Immerhin kann das Bundesministerium der Justiz die gute Nachricht überbringen, dass die durchschnittliche Ausbildungszeit für Juristen – vom Studienbeginn bis zur Anwaltszulassung – „nur“ acht Jahre beträgt. Vor einigen Jahren dehnte sich diese Periode bis zu zehn Jahren aus. Auf die Universität entfallen knapp fünf Jahre: Nach 9,6 Semestern meldet sich der durchschnittliche Jurastudent zum ersten Examen an.
http://www.brak.de