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28.03.2006 | Autor/in: Markus Lembeck
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Universität Rostock muss um Jura-Fakultät bangen

Das Land Mecklenburg-Vorpommern will im Rahmen umfangreicher Sparmaßnahmen die universitäre Juristen-Ausbildung auf einen Standort konzentrieren. Es plant die Schließung der Rostocker Fakultät, während der Standort Greifswald beibehalten werden soll, heißt es in einer Pressemitteilung der Rostocker Universität.Die Rostocker Universität hat sich deutlich gegen die Pläne ihrer Landesregierung ausgesprochen. Alle Vorgaben seien erfüllt worden, das Bildungsministerium solle nicht in die Autonomie der Universität eingreifen.
Die Rostocker Juristen weisen auf ihre Reformbemühungen hin, etwa die Vernetzungen mit der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Daraus entstand beispielsweise der Masterstudiengang „Internationales Wirtschaftsrecht und internationale Unternehmensführung“, der je nach Spezialisierung zum Abschluss LL.M. oder MBA führt. Mit dem Institut für Anwaltsrecht, das von der Hans-Soldan-Stiftung gefördert wird, können auch in der anwaltsorientierten Ausbildung Akzente gesetzt werden. Weiter führt die Rostocker Jurafakultät an, die Stadt Rostock sei das Justizzentrum des Landes, mit OLG und Landesarbeitsgericht an erster Stelle, und außerdem das Wirtschaftszentrum des Bundesland, wodurch eine gewisse Anwaltsdichte erforderlich sei.
An der Universität Greifswald gibt es neben dem Regelstudium Jura mit Vorbereitung auf das Staatsexamen (rund 1000 Studierende) seit längerer Zeit Bachelor- und Master-Studiengänge in den Rechtswissenschaften (rund 170 Studierende). Auch hier führen die Verantwortlichen eine enge Verzahnung mit den Wirtschaftswissenschaften als Positiv-Merkmal ins Feld. Auch die (Fach-)Hochschule Wismar bietet einen wirtschaftsrechtlichen Studiengang an, den zur Zeit rund 300 Studierende absolvieren. In Wismar wurden die Abschlüsse bereits auf Bachelor und Master umgestellt.

http://www.jura.uni-rostock.de