News
28.06.2005 | Autor/in: Markus Lembeck
Themen in dieser Nachricht:

Medizinrecht als Herausforderung: Universität Köln gründet Institut

Mit einem Institut für Medizinrecht plant die Rechtswissenschaftliche Fakultät in Köln die wissenschaftliche Durchdringung dieses Rechtsgebiets voranzubringen. Am 14. Juni fand die Initiativveranstaltung für die neue Einrichtung statt, in der die Juristen mit Kollegen aus der Medizin, den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Philosophie und der Heilpädagogik zusammen arbeiten wollen.Das Institut soll ein Forum bieten für die wissenschaftliche Forschung und Lehre auf den Gebieten des deutschen, europäischen und internationalen Medizinrechts, Gesundheitsrechts und der Bioethik. Der Gesetzgeber, politische Parteien und Verbände und natürlich der wissenschaftliche Nachwuchs werden nach dem Plan der Gründer um Professorin Dr. Barbara Dauner-Lieb davon profitieren.
Die Kölner Rechtswissenschaftler sind nicht die ersten, die das Medizinrecht zum Gegenstand ihrer Arbeit machen: Erst Anfang des Jahres ging an der Universität Augsburg die von Professor Dr. Ulrich Gassner initiierte Forschungsstelle für Medizinprodukterecht an den Start (azur-online vom 25.01.2005). Die Dresden International University (DIU) bietet ab dem Wintersemester einen LL.M. mit Spezialisierung im Medizinrecht an; in Münster gibt es im laufenden Semester eine Vortragsreihe mit dem Titel „Medizin-Ökonomie und Recht“ (azur-online vom 26.04.2005).Seit 1998 gibt es bereits in Bremen das Institut für Gesundheits- und Medizinrecht sowie in Mannheim das gemeinsam mit Heidelberg ins Leben gerufene Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik. 2001 gründete die private Universität Witten/Herdecke ihr Institut für Medizinrecht, das zur Medizinischen Fakultät gehört.
http://www.dauner-lieb.de/