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28.06.2005 | Autor/in: Markus Lembeck
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Clifford Chance voll ausgelastet: Bis zu 60 Neueinstellungen geplant

Als erste der Top-Kanzleien in Deutschland hat Clifford Chance im Juni offiziell Geschäftszahlen bekannt gegeben. Danach sank der Umsatz hierzulande zwar im vergangenen Geschäftsjahr, die deutschen Partner verdienten als Teil des weltweiten Vergütungsmodells jedoch mehr.Clifford hatte vor zwei Wochen dazu bereits eine Erklärung abgegeben, wonach der Gewinn pro Equity-Partner weltweit um 15 Prozent gewachsen sei, nämlich von durchschnittlich 843.000 auf 966.000 Euro.
Zum 30. April 2005 belief sich der deutsche Umsatz auf 157 Millionen Euro. Das sind zwei Prozent weniger als zwölf Monate zuvor, als 160 Millionen Euro erzielt worden waren.
Allerdings haben sich nach Angaben des General Managers von Clifford, Bodo Schönhage, die Büros sehr unterschiedlich entwickelt. Während Frankfurt, Düsseldorf und München jeweils um rund zwei Prozent mehr umgesetzt hätten, habe das Berliner Büro – das mit dem Abschluss des Geschäftsjahres geschlossen wurde – deutlich weniger Einnahmen verbucht als noch im Geschäftsjahr zuvor.
Clifford machte über die Profitabilität in Deutschland keine Angaben, wies jedoch darauf hin, dass die Kanzlei ihre Kosten um fünf Prozent gesenkt habe, und zwar sowohl bei Miete und Sachausgaben als auch beim Personal. So beschäftigte Clifford in Deutschland zum 30. April 2004 noch 390 Berufsträger (davon 112 Equity- und Salary-Partner), ein Jahr später nur noch 339 Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (99 Partner).
Für Deutschland ist die Kanzleiführung für die Zukunft optimistisch. In diesem Jahr arbeiteten alle Büros bereits seit Monaten mit Vollauslastung, sagte Schönhage. Die Kanzlei wolle hierzulande daher 50 bis 60 neue Associates einstellen (Vorjahr 45). Eine konkrete Umsatzprognose für das laufende Jahr wollte die Clifford-Führung trotz der positiven Aussichten dennoch nicht abgeben. (Christoph Tillmanns, Jörn Poppelbaum)