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31.05.2005 | Autor/in: Markus Lembeck
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Moot-Court-Wettbewerbe: Erfolgreiche deutsche Teams

Mit konstant guten Leistungen haben sich studentische Teams von deutschen Universitäten in den internationalen Wettbewerben um fiktive Gerichtsverhandlungen (Moot Courts) des Jahres 2005 behauptet.Beim völkerrechtlichen Telders Moot Court Ende April in Den Haag wurden Anne Rausch, Katharina Reiners, Dennis Kues und Martin Zeibig, die Vertreter der Universität Köln, sowohl auf der Applicant- als auch auf der Respondent-Seite Erste. Da nach den Regeln des Telders-Wettbewerbs kein Team im Finale gegen sich selbst antreten darf, ging es im Finale gegen die zweitplatzierten Respondents aus Schweden, die den Kölnern in einem sehr spannenden, von beiden Teams souverän gestalteten Finale unterlagen. Darüber hinaus gewann das am R.I.Z. (Rechtszentrum für internationale Zusammenarbeit, Abteilung II, Prof. Dr. Stephan Hobe) betreute Team wie in den letzten beiden Jahren den Max Huber Award für die höchste Gesamtpunktzahl und beste Teamleistung sowie einen Einzelpreis für das beste Memorial für den Applicant.
Ein Dreier-Team der Universität Halle-Wittenberg, Josephine Hartmann, Julianna Leeke und David Dvorak zeigte beim WTO-Moot Court von ELSA in Genf eine herausragende Leistung. Nach einer schweren Vorrunde gelang es ihnen zwar nicht, in das Halbfinale einzuziehen. Allerdings hatten die jungen halleschen Teilnehmer aus dem dritten bzw. fünften Fachsemester, die von den wissenschaftlichen Mitarbeitern Kevin Koh und Sebastian Wolf (Forschungsstelle für Transnationales Wirtschaftsrecht, Prof. Dr. Christian Tietje) betreut wurden, zuvor bereits mit ihren Schriftsätzen in allen drei Preiskategorien den ersten Platz erlangt – den Preis für den weltweit besten Schriftsatz auf Klägerseite, den Preis für den weltweit besten Schriftsatz auf Beklagtenseite und den Preis für die weltweit beste schriftliche Leistung insgesamt.
Im selben Wettbewerb konnte sich auch die Universität Potsdam behaupten: Nachdem Anna Buchwald, Marta Ignasiak, Jakob Quirin und Judith Schmidt die schriftliche Runde erfolgreich bestanden hatten, belegten sie bei der mündlichen Runde in Genf den fünften Platz (von 18 qualifizierten Teams) und verpassten damit den Einzug in das Halbfinale nur knapp. Die Potsdamer Teilnehmer wurden von Prof. Dr. Markus Krajewski betreut und von der Kanzlei Wilmer Cutler Pickering Hale and Dorr, Rechtsanwalt Dr. Stefan Ohlhoff, in der Vorbereitungsphase unterstützt.
Bereits zum dritten Mal war die Kanzlei Sherman & Sterling Sponsor der Finalrunde im Jessup Moot-Court-Wettbewerb. Dieser Wettbewerb behandelt ähnlich wie der Telders Moot Court einen völkerrechtlichen Fall. Als Gewinner der deutschen Vorausscheidung reisten Teams von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Friedrich-Schiller-Universität Jena Ende März nach Washington. Im Finale konnte das Team der Universität Queensland, Australien, die Richter überzeugen.