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25.01.2005 | Autor/in: Markus Lembeck
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Humboldt-Universität etabliert Gastprofessur zum Jüdischen Recht

An der Humboldt-Universität Berlin ist für den Zeitraum von drei Jahren eine Gastprofessur „Jüdisches Recht“ eingerichtet worden. Seit 1996 lädt die Berliner Hochschule in jedem Sommersemester eine Gastprofessorin oder einen Gastprofessor zu Lehrveranstaltungen über Jüdisches Recht ein. Jetzt wurde diese Übung auf eine finanziell sichere Basis gestellt: Das Bankhaus Sal. Oppenheim tritt als finanzieller Förderer auf, die Vereinigung der „Berliner Studien zum Jüdischen Recht“ – bestehend aus der Juristischen Fakultät der HU, der Jüdischen Gemeinde Berlin und dem Centrum Judaicum – kümmert sich um die Durchführung.
Die Lehrveranstaltungen richten sich an Studierende der Juristischen Fakultät, Angehörige der Hochschulen Berlins und Brandenburgs sowie interessierte Bürger. Die inhaltliche Bandbreite umfasst u. a. die Veränderungen des Rechts Israels und der Juden von der Antike bis heute; biblisches, alt-israelisches und talmudisches Recht sowie die Regeln für die Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden.
Der erste Gastprofessor ist Rabbi Dr. J. David Bleich von der Cardozo Law School der Yeshiva University in New York, wo er seit 1981 unterrichtet. Seine Lehrgebiete sind Jüdisches Recht und Ethik, insbesondere Bioethik.