News
26.10.2004 | Autor/in: Markus Lembeck
Themen in dieser Nachricht:

Transnationales Verfassungsrecht in Forschung und Lehre

Drei Bremer Professoren haben das Bremer Institut für Transnationales Verfassungsrecht/Bremen Institute of Transnational Constitutional Law (BITRAV/BITRAC) gegründet.Felix Ekardt, Tomas Giegerich und Ulli F. H. Rühl wollen mit dem neuen Institut grenzüberschreitende Fragen des Verfassungsrechts in den Mittelpunkt stellen.

Transnationales Verfassungsrecht schließt das internationale, das supranationale und das komparative Verfassungsrecht ein. Internationales Verfassungsrecht entsteht durch einen Konstitutionalisierungsprozess, der allmählich verfassungsrechtliche Konzepte in den Völkerrechtsraum überträgt. Supranationales Verfassungsrecht meint das Verfassungsrecht der Europäischen Union. Komparatives Verfassungsrecht bedeutet Verfassungsvergleichung u. a. mit dem Ziel, allgemeine Verfassungsgrundsätze zu entdecken, die für die Fortentwicklung des internationalen und des supranationalen Verfassungsrechts wichtig sind.

In der Lehre trägt das BITRAV den öffentlich-rechtlichen Schwerpunktbereich „Demokratie – Menschenrechte – Grundfreiheiten: national – europäisch – international“ und beteiligt sich an der fremdsprachlichen Juristenausbildung sowie an Angeboten zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen insbesondere durch fremdsprachliche Moot Courts. Darüber hinaus führt das BITRAV während der Vorlesungszeiten einen regelmäßigen Gesprächskreis durch.

In der Forschung werden gemeinsame Drittmittelprojekte zu aktuellen, aber auch zu grundsätzlichen Fragestellungen des transnationalen Verfassungsrechts durchgeführt. Dabei arbeitet BITRAV mit den übrigen Forschungseinrichtungen des Fachbereichs und mit sonstigen Partnern innerhalb und außerhalb der Universität Bremen zusammen.