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24.08.2004 | Autor/in: Markus Lembeck
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Neuer LL.M. zum Südosteuroparecht: Studieren in Graz

Für die erste Durchführung des Studiengangs „Master in European Integration and South Eastern European Law (LL.M.)“ meldet die Karl-Franzens-Universität Graz (Österreich) noch freie Studienplätze.Das dreisemestrige Masterstudium, das im Wintersemester 2004/2005 beginnt, nimmt die Rechtssysteme der neuen EU-Mitglieder Ungarn und Slowenien sowie der Länder Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien-Montenegro, Albanien, Rumänien und Bulgarien unter die Lupe.
Zwei Zielgruppen möchten die Grazer Juristen in die Steiermark locken. Zum einen Juristinnen und Juristen aus den genannten Ländern, denen die europäische Integrationsordnung näher gebracht werden soll. „Eine Angleichung der Rechtssysteme ist Voraussetzung für eine EU-Mitgliedschaft. Viele Grundbegriffe des Rechts sind in den Ländern Südosteuropas noch nicht gefestigt, wie z. B. jener des Privateigentums“, wird Ao. Univ.-Prof. Dr. Josef Marko in einer Pressemitteilung der Universität Graz zitiert.
Die zweite Zielgruppe für den neuen Lehrgang sind Absolventen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, die an einer fundierten Ausbildung im Südosteuroparecht interessiert sind – etwa Rechtsanwälte und Personen, die in internationalen Organisationen und NGOs arbeiten möchten.
Das Lehrpersonal für den Grazer LL.M.-Kurs kommt nicht nur von der eigenen Universität; auch Dozentinnen und Dozenten aus Südosteuropa kommen zum Einsatz. Dabei kann die rechtswissenschaftliche Fakultät auf bestehende Kooperationen mit Universitäten in Ljubljana, Zagreb, Pécs, Sarajewo und Belgrad zurückgreifen.
Die Gebühr für die drei Semester sind auf 7.500 Euro berechnet worden. Die maximal 35 Teilnehmer müssen einene ersten juristischen Abschluss sowie ausreichende Englisch- und Deutschkenntnisse nachweisen. Da die Anmeldefrist bereits am 5. April 2004 begonnen hat, scheint eine rasche Bewerbung ratsam. (ML)
http://www.uni-graz.at/ulg-llm