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24.08.2004 | Autor/in: Markus Lembeck
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Innovativ gegen Wirtschaftskriminalität – Forschungsprojekt in Halle-Wittenberg

Mit insgesamt 510.000 Euro fördert die Volkswagen-Stiftung ein Forschungsprojekt zum Thema Wirtschaftskriminalität in Deutschland und den USA, das Prof. Dr. Kai-D. Bussmann vom Institut für Wirtschaftsrecht der Universität Halle-Wittenberg vorbereitet hat.Prof. Bussmann bekleidet den Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie. Er ist seit 1999 in Halle tätig und setzt sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema Wirtschaftskriminalität wissenschaftlich auseinander. Amerikanische Projektpartner sind die Keele University und die California Polytechnic State University.
Im Zentrum des auf 28 Monate angelegten Projekts stehen die Begriffe Prävention und Selbstregulierung – mit anderen Worten die Frage, welche betrieblichen Steuerungs- und Kontrollformen Wirtschaftskriminalität fördern oder effektiv behindern. Denn viele Delikte werden nicht entdeckt, und viele entdeckte Delikte werden nicht angezeigt, weil die Unternehmen „die Unwägbarkeiten eines Strafverfahrens und den Imageschaden“ fürchten, wie es in einer Pressemitteilung der Volkswagen-Stiftung heißt.
Das Forschungsvorhaben soll in praktisch verwertbaren Empfehlungen münden. Der erste Schritt: In standardisierten Befragungen bei insgesamt 1.800 deutschen und US-amerikanischen Firmen wird ermittelt, welche Selbstregulierungsmaßnahmen bereits existieren und wie gut diese funktionieren. (ML)