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27.07.2004 | Autor/in: Markus Lembeck
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Rege Teilnahme, konstanter Erfolg: Moot Courts 2004

Mit bemerkenswert konstantem Erfolg haben zwei Teams von deutschen Universitäten in diesem Jahr ihre Teilnahme an internationalen Moot Court-Wettbewerben abgeschlossen.
– Wie im Vorjahr gelang einem Kölner Team der Gesamtpunktsieg im Telders Moot Court, dessen Finalrunde in Den Haag ausgetragen wurde. Die Vorbereitung der vier Kölner Studenten fand am Rechtszentrum für europäische und internationale Zusammenarbeit (R.I.Z.) statt, Betreuerin war wie im Vorjahr Bettina Kock.
– 2003 nahm erstmals ein Team von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg an einem Moot Court teil (wir berichteten, „azur“ Nov. 2003) und gelangte auf Anhieb ins Halbfinale. Kein Zufall, wie sich in diesem Jahr gezeigt hat: Auch 2004 erreichte das MLU-Team einen achtbaren 5. Platz und wurde zudem für den besten Kläger-Schriftsatz ausgezeichnet. Die Hallenser Juristen wurden von Bernhard Kluttig und Kevin Koh betreut.
– Insgesamt 15 deutsche Teams hatten sich für den Willem C. Vis Moot Court registriert, der internationales Handelsrecht und Schiedsgerichtsbarkeit behandelt. Besonders erfolgreich hier die Studierenden der Universität Heidelberg und der Universität Köln, letztere betreut vom Center for Transnational Law (Central) und – auch in diesem Wettbewerb – vom R.I.Z.

Details zu weiteren Moot Court-Wettbewerben und den beteiligten Studenten und Betreuern finden sich in der folgenden Übersicht.JESSUP MOOT COURT
Völkerrecht (simulierte Gerichtsverhandlung in englischer Sprache vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag)
Organisiert von der International Law Students Association (ILSA)
Endrunde März/April 2004 in Washington D.C. (gesponsort von der Kanzlei Shearman & Sterling). An der deutschen Vorausscheidung hatten 14 Teams teilgenommen.

Deutsche Teilnehmer: Friedrich-Schiller-Universität Jena – Jana Haertling, Katrin Herwig, Claudia Matiss, Markus Woetzel, Konrad Fickelscher (betreut von Prof. Dr. B. Sharon Byrd) (im Achtelfinale ausgeschieden, Platz 10 im Abschlussranking); Humboldt-Universität Berlin – Marie-Kristin Bartsch, Johanna Mantel, John Richard Eydner, Alexander Kamieth, Ignaz Stegmiller (coached by Dagmar Lutz, Paul Bornkamm) (Platz 44 im Abschlussranking)

http://www.ilsa.org/jessup/index.html

WILLEM C. VIS MOOT COURT
International commercial law and arbitration
Organisiert von Institute of International Commercial Law, Pace University School of Law, White Plains, NY, USA
Endrunde April 2004 in Wien. Für den Wettbewerb waren 15 deutsche Teams registriert. Zum ersten Mal fand auch eine Parallelveranstaltung in Hongkong statt.

Erfolgreiche deutsche Teams: Universität Heidelberg – Matthias Hart, Joan Felice Hofmann, Annick Moiteaux, Dominic Müller (2. Platz für den mündlichen Vortrag), Giedre Plentaite (1. Platz für den Claimant-Schriftsatz); Universität Köln – Björn Bachirt, Andreas Heinrich, Verena Kamphausen, Franziska Klauke, Christian Schleifenbaum, Gregor Schroll (3. Platz für den Claimant-Schriftsatz); lobende Erwähnung außerdem für die Teams aus Freiburg, Hamburg (Bucerius Law School), Berlin (Humboldt-Universität).

http://www.cisg.law.pace.edu/vis.html

TELDERS INTERNATIONAL LAW MOOT COURT
Völkerrecht – Organisiert von der Faculteit der Rechtsgeleerdheid, Universität Leiden
Endrunde April 2004 in Den Haag (Friedenspalast, Internationaler Gerichtshof)

Deutsche Teilnehmer und Gesamtpunktsieger: Universität Köln, R.I.Z. – Ghazale Mandegarian, Yvonne Mitri, Kemal Önel und Christian Plingen (betreut von Bettina Kock, Lehrstuhl Prof. Dr. Stephan Hobe)

http://www.telders.leidenuniv.nl/

ELSA MOOT COURT
Welthandelsrecht
April 2004 in Genf (WTO)

Deutsche Teilnehmer (5. Platz in der Gesamtwertung, 1. Platz für den Kläger-Schriftsatz): Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – Verena Kathrin Ritz, Alexander Struwe (beide 3. Semester Jura), Stefan Schulze (5.Semester Jura) und Matthias Bickel (LL.M. Studiengang Wirtschaftsrecht). Betreuer: Kevin Koh und Bernhard Kluttig, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Internationales Wirtschaftsrecht (Prof. Dr. Chr. Tietje, LL.M.)

http://www.elsa-online.org/emcc/index.asp

MANFRED LACHS SPACE LAW MOOT COURT
Endrunde Oktober 2004 in Vancouver, Kanada
Die europäische Vorentscheidung im März 2004 wurde von der Universität Leiden (Niederlande) gewonnen.

Bei der Endrunde im November 2003 schlug die University of Auckland, Neuseeland die Georgetown University, USA. Das Team der Universität Bremen als einziger europäischer Vertreter gewann den „Eilene Galloway Award for Best Memorials“.

http://www.spacemoot.org/

SCHILLING-MOOT-COURT
Moot Court für Zivilrecht an der Universität Mannheim. Zugelassene Teilnehmer: Jurastudenten und Referendare aus Mannheim und Heidelberg
5. Finalrunde im Juli 2004 (gesponsort von Shearman & Sterling Mannheim)
Organisatoren: Prof. Dr. Ulrich Falk und Prof. Dr. Carsten Schäfer

Gewinner-Teams (zwei 1. Plätze, jeweils 1.500 Euro Preisgeld): Michael Rempel und Max Milbradt; Jan Dehne-Niemann und Mark Adolphs

http://www.uni-mannheim.de/fakul/jura/ls/falk/index.htm