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29.06.2004 | Autor/in: Markus Lembeck
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MBA-Special: Management-Wissen, auch für Juristen

Eine Spezialisierung ist in juristischen Berufen unausweichlich – aber in welche Richtung? Zahlreiche Anbieter offerieren den „Master of Business Administration“ als Lösung für eine postgraduierte Zielgruppe – mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den Inhalten, im Studienablauf und in der internationalen Ausrichtung ihrer Programme.DRESDEN INTERNATIONAL UNIVERSITY: MASTERSTUDIENGANG WIRTSCHAFT UND RECHT
Der 2. Jahrgang im Masterstudiengang „Wirtschaft und Recht“, der an der Dresden International University (DIU) im Jahr 2003 eingerichtet wurde, beginnt bereits im August mit Einführungskursen. Diese Vorkurse schließen mit der Aufnahmeprüfung ab, die zu den Zulassungsvoraussetzungen gehört und von jedem Teilnehmer erfolgreich abgelegt werden muss. Start des eigentlichen Studiengangs mit 18 Teilnehmern ist am 4. Oktober 2004. Er richtet sich zugleich an qualifizierte Juristen und Wirtschaftswissenschaftler aus dem In- und Ausland. Je nach Vertiefung, so heißt es in der Broschüre der DIU, ist ein MBA oder LL.M. für Absolventen beider Fachrichtungen erreichbar.
Die Studienmodule der ersten zwei Trimester widmen sich sechs großen Themen: Unternehmensgrundlagen, Finanzierung und Sanierung sowie Personal sind die Überschriften der ersten drei Module. Im zweiten Trimester folgen Steuern, nationaler und internationaler Wettbewerb sowie internationale Wirtschaftsbeziehungen. Alle Studieninhalte, so das erklärte Ziel der Macher um Prof. Dr. Wolfgang Lüke, sollen interdisziplinär vermittelt und in einer Kombination aus Theorie und Praxis dargestellt werden. Das dritte Trimester ist dem Verfassen der Masterarbeit vorbehalten.
Die DIU ist eine private wissenschaftliche Hochschule für interdisziplinäre Weiterbildung mit diversen Masterstudiengängen in den Fachbereichen Wirtschaft, Recht, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie im Zentrum für Gesundheitswesen und Medizin. Für den Masterstudiengang „Wirtschaft und Recht“ werden 7.500 Euro als Teilnahmegebühr veranschlagt. Das Dozententeam umfasst neben Hochschullehrern z. B. aus Dresden, Freiberg und Göttingen auch Richter, Rechtsanwälte und Fachleute aus Unternehmen.
http://www.dresden-international-university.com

KATHOLISCHE UNIVERSITÄT EICHSTÄTT-INGOLSTADT: UNTERNEHMER.MBA
Für ihren „unternehmer.mba“ wirbt die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und verweist u. a. auf das Renommee ihres regulären BWL-Studienganges, um die Qualität des Executive MBA-Angebots zu unterstreichen. Der „unternehmer.mba“ wird seit einigen Jahren angeboten, in Kooperation mit der IHK für München und Oberbayern. Er ist als Teilzeitprogramm angelegt und kann in zwei Jahren berufsbegleitend absolviert werden. Zu Beginn des zweiten Studienjahres nehmen die Studenten an einem Studienaustausch mit der Xavier University in Cincinnati (Ohio) teil. Vor der theoretischen Wissensvermittlung steht der praktische Nutzen im Vordergrund: Es sollen konkrete Lösungsmöglichkeiten für konkrete Management-Aufgaben aufgezeigt werden.
Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt ist eine staatlich anerkannte Privatuniversität. Die Studiengebühren von 25.000 Euro schließen Bücher, Skripte, Catering und den Studienaufenthalt in Cincinnati mit ein.
http://www.mba.wfi.edu

SYDNEY MBA: STIPENDIEN FÜR DEUTSCHE INTERESSENTEN
Die Sydney Graduate School of Management (SGSM) bietet deutschen Interessenten zwei Teilstipendien für ihr einjähriges MBA-Programm an. Dadurch werden 50 Prozent der Teilnahmegebühren abgedeckt, die bei umgerechnet ca. 17.000 Euro liegen. Die Stipendien werden in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Australischen Netzwerk e. V. (DeAN) vergeben, das auch die Bewerbungen entgegennimmt – bis zum 30. September 2004. Das Studium soll dann im Folgejahr, im September 2005, aufgenommen werden.
http://www.dean-online.de

WIRTSCHAFTSBEZIEHUNGEN MIT ASIEN: MBA AN DER FH WÜRZBURG-SCHWEINFURT
An der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt wird ein deutsch-taiwanesisches MBA-Programm gestartet. Der Masterstudiengang „International Economic Relations with Asia“ bereitet Studenten mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung – nach einem bereits abgeschlossenen Studium – auf den Einsatz in Unternehmen mit asiatischen Partnern vor.
Das Studienprogramm besteht aus einem Semester in Taiwan und zwei Semestern in Würzburg, integriert ist ein Praktikum. Das gesamte Programm kostet 3.000 Euro pro Semester, eine berufsbegleitende Teilnahme ist möglich. Die Schwerpunkte des Studiums liegen auf interkulturellem Management sowie Projektarbeit. Durch internationale Teams und kleine Studentenzahlen werden sowohl soziale Fähigkeiten geschult, als auch das Wissen in den verschiedenen Management-Bereichen wie Finanzierung, Recht, Marketing, Controlling und Logistik verankert.
Die Unterrichtssprache ist Englisch, zum anderen werden die Studenten durch den intensiven Unterricht der Landessprache Mandarin-Chinesisch für den Einsatz in China qualifiziert. Kooperationspartner ist die Shih Chien University in Taiwan. Dort fand auch der Start des ersten Kurses im November 2003 statt. Die taiwanesischen Studenten sind derzeit an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, um ihr Studium abzuschließen. Der zweite Kurs beginnt im Oktober 2004.
http://www.fh-wuerzburg.de/fbw/mba

HAMBURG SCHOOL OF LOGISTICS: MBA
Die Hamburg School of Logistics (HSL) bietet ab dem 1. Oktober 2004 auf dem Campus der
Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) ein einjähriges Studium zum „Master of
Business Administration“ (MBA) mit der Spezialisierung in Logistik-Management an. Das
Studium soll junge Nachwuchsführungskräfte gezielt auf Top-Managementaufgaben in der
Logistikbranche vorbereiten. Der Lehrplan ist interdisziplinär strukturiert, d.h. neben Vertiefungen in verschiedenen Teilbereichen der Logistik und Kursen im General Management werden auch Management-Kompetenzen trainiert, die zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen und im späteren Berufsleben unentbehrlich sind.
Der englischsprachige Studiengang richtet sich an Studierende mit vorheriger akadamischer Ausbildung und setzt neben einem qualifizierten akademischen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss mindestens ein Jahr Praxiserfahrung sowie sehr gute Englischkenntnisse voraus. Das Bewerbungsverfahren hat am 1. April begonnen.
http://www.hslog.de