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25.11.2003 | Autor/in: Markus Lembeck
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Preise: Drei für den Inhalt, einer für die Sprache

An vielen deutschen Universitäten beginnt der akademische Herbst mit Auszeichnungen für besonders gelungenen Abschlussarbeiten. azur-online berichtet über erfolgreiche Juristen.Einen Wissenschaftspreis der Augsburger Universitätsstiftung erhielt der Jurist Dr. Klaus Schlobach. Seine Dissertation trägt den Titel „Das Präventionsprinzip im Recht des Schadensersatzes: Ein Beitrag zur Dogmatik des Schadensersatzrechts“. //
Die Universität Trier hat zwölf Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler, deren Doktorarbeit mit „summa cum laude“ bewertet wurde, in einer festlichen Zeremonie ausgezeichnet. Sie erhalten eine Urkunde und 1.500 Euro. Im Fachbereich V – Rechtswissenschaft wurde Gerrit Günther für das Thema „Umweltvorsorge und Umwelthaftung“ geehrt. Stifter dieses Preises ist die Handwerkskammer Trier. //
An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat Dr. Christoph Tangermann den Dr. Alfred und Ida Marie Siemens-Preis überreicht bekommen. Er erhält diese Auszeichnung für seine bei Prof. Dr. Christoph Hillgruber angefertigte Dissertation „Die völkerrechtliche Immunität von Staatsoberhäuptern: Grundlagen und Grenzen“. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Feierstunde statt, in der der Zivilprozessrechtler und frühere griechische Innenminister Prof. Dr. Georgios Mitropoulos die Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät überreicht bekam. //
Hermetischer Jargon? Verschraubte Syntax? Die Jury des Mannheimer Sprachpreises konnte diese Merkmale, die gerade juristischen Texten gerne nachgesagt wird, in der Dissertation von Dr. Marcus Grosch nicht finden. So wurde der Mannheimer Jurist Preisträger des ersten „Preises für Sprache und Wissenschaft“ an einer deutschen Hochschule.
Die Jury entschied sich einstimmig für Groschs Arbeit: „Ihm ist es gelungen, ein wissenschaftliches Problem trotz dessen Schwierigkeit und Komplexität gut lesbar und meist auf Anhieb verständlich darzustellen. Mehr noch: Viele Passagen erreichen ein stilistisches Niveau, das als beispielhaft für deutsche Sachprosa gelten kann“, so der Vorsitzende Prof. Dr. Theo Stemmler bei der Preisverleihung.
Dr. Marcus Grosch ist Partner der Mannheimer Anwaltssozietät Schilling & Grosch. Zusammen mit dem ehemaligen Namenspartner der Kanzlei Schilling, Zutt & Anschütz, Tilman Schilling, ist er nach Auskunft des „JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien“ (Ausgabe 2003/2004) umfassend im Bereich Intellectual Property tätig, mit Schwerpunkt auf dem Patent- und Gebrauchsmusterrecht. Schilling & Grosch sind im Kapitel „Patentrecht: Prozessvertretung und Beratung“ verzeichnet, und über Grosch heißt es, dass er sich zunehmend im Markt etabliert habe. (azur-online/Markus Lembeck)