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25.11.2003 | Autor/in: Markus Lembeck
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Lovells fördert USA-Studium // Schmitz Rechtsanwälte hilft afghanischem Juristen

Viel Zeit bleibt nicht mehr: Am 30. November 2003 endet die Bewerbungsfrist für ERP-Stipendien, die von der Studienstiftung des deutschen Volkes verwaltet werden und ein bis zu 20 Monate langes Aufbaustudium in den USA finanzieren.Mit je 10.000 Dollar zusätzlich zu dem Stipendium unterstützt die Kanzlei Lovells drei ausgewählte Nachwuchsjuristen aus dem Stipendiatenkreis. Dieser Zuschlag ist sinnvoll, denn selbst die Vollstipendien der Studienstiftung decken die Studiengebühren der amerikanischen Hochschulen nicht ganz ab.
„Bei der Einstellung von Juristen legen wir Wert auf eine internationale Ausbildung“, erklärt Olaf Hopp, der Personalleiter von Lovells in Deutschland, in einer Pressemitteilung der Sozietät. Deshalb wolle Lovells besonders talentierten Absolventen helfen, diese Qualifikationen erlangen. „Zudem haben wir bereits viele Studienstiftler unter unseren Partnern und Associates“, sagt Hopp.
Die Kanzlei teilt folgende Details für Bewerber und Bewerberinnen mit: Höchstalter ist 30 Jahre. Den Studienabschluss müssen die Stipendiaten vor der Abreise in der Tasche haben. Mindestnote ist „vollbefriedigend“ oder eine vergleichbare Note bei einem ausländischen Abschluss (z. B. Master; der Bachelor-Abschluss reicht nicht aus). Bewerbungen bitte nicht an die Kanzlei richten, sondern an Marius Spiecker gen. Döhmann im Sekretariat der Studienstiftung, Tel. 0228/82096-465 / -469, E-Mail: spiecker@studienstiftung.de. Die Auswahlgespräche finden am 12. und 13. Februar 2004 in Bonn statt. //
Es müssen allerdings nicht immer große Sozietäten sein, die sich in der Förderung des akademischen Nachwuchses besonders engagieren. Die in Düsseldorf ansässige Kanzlei Schmitz Rechtsanwälte hat für einen afghanischen Rechtswissenschaftler ein einjähriges Stipendium gestiftet.
Hamed Mohammad Saboory hat vor wenigen Tagen seine Tätigkeit am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg aufgenommen. Er wird dort im Referat für das Recht islamischer Länder mitarbeiten. Im April 2002 schloss Saboory sein Jurastudium an der Universität Kabul ab und war bis zu seiner Deutschlandreise als Legal Officer bei der International Development Law Organisation (IDLO) tätig. Die IDLO fördert den Aufbau rechtsstaatlicher Strukturen in Afghanistan.
„Wir wollten einen Beitrag zur Verständigung zwischen der westlichen und der asiatischen Welt leisten, einen jungen afghanischen Wissenschaftler fördern und das international angesehene Max-Planck-Institut in Hamburg unterstützen“, wird der Kanzleigründer Dr. Winfried Schmitz in einer Presseerklärung zitiert. Seine Verbindungen mit dem Institut reichen bereits einige Jahrzehnte zurück – von 1982 bis 1985 war Schmitz dort als Assistent tätig. (azur-online/Markus Lembeck)