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28.10.2003 | Autor/in: Markus Lembeck
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Zweiter Soldan-Gründerpreis: Mut zur Eigenständigkeit belohnt

Im Rahmen des 19. Forums Junger Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Köln wurde am 24. Oktober 2003 der zweite Soldan-Kanzleigründerpreis verliehen.Insgesamt sechs Preisträger konnte Laudator Prof. Dr. Christoph Hommerich auf die Bühne im Gürzenich-Kongresszentrum beten: Beate Bahner als Siegerin, Jürgen Hägele (Hägele & Lemmer, Crailsheim) und Dr. Matthias Krist (Krist Rechtsanwälte, Koblenz) auf geteiltem zweiten Platz und die drei Partner von Smeets Haas Wolff (Frankfurt a. M.) als Dritte.
Die Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner wurde von der prominent besetzten Jury – u. a. mit dem DAV-Präsidenten Hartmut Kilger und dem BRAK-Präsidenten Dr. Bernhard Dombek – zur Siegerin gekürt. Damit wurde ihre konsequente Spezialisierung auf das Arzt-, Medizin- und Gesundheitsrecht prämiert, die sich nicht zuletzt in der Buchveröffentlichung „Das neue Werberecht für Ärzte: Auch Ärzte dürfen werben“ niedergeschlagen hat. DAV-Präsident Kilger war einer der ersten, der die frische 2. Auflage des Buches bei der Preisverleihung von der Autorin überreicht bekam.
Die Heidelberger Anwältin führt den Erfolg ihrer Kanzleigründung auf die „unglaubliche Stringenz“ zurück, mit der sie sich in ihrer Nische etabliert hat. Seminare, Lehraufträge, Veröffentlichungen – allesamt Bausteine für das Gelingen der Selbständigkeit. „Außerdem braucht man ein Gespür für die Probleme der Ärzte und ein Gespür für die juristischen Fragestellungen, die sich daraus ergeben“, beschreibt Bahner ihren Ansatz.
Eine fachliche Spezialisierung ist ihrer Meinung nach nicht die einzige Möglichkeit, eine erfolgreiche Kanzlei zu gründen. Aber, so die Preisträgerin: „Ohne den Nachweis der eigenen Kompetenz wird es nicht gehen. Die Jahre, in denen man sich die absolute Sicherheit im eigenen Rechtsgebiet erarbeitet, muss man einfach investieren, um sich später behaupten zu können.“ (azur-online/Markus Lembeck)