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28.10.2003 | Autor/in: Markus Lembeck
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Prof. Harke lehrt Römisches Privatrecht an Würzburger Uni

Jan Dirk Harke hat seit 1. Oktober 2003 als Nachfolger von Manfred Just den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Historische Rechtsvergleichung an der Uni Würzburg inne. Harkes Forschungsschwerpunkte liegen dort, wo die Fortwirkung des Römischen Rechts auf das geltende Recht am stärksten ist: In der allgemeinen Rechtsgeschäftslehre und im Schuldrecht.
Die Kenntnis der Institute und Prinzipien des Römischen Privatrechts sowie deren Entwicklung sei also nicht nur wissenschaftlicher Selbstzweck, so der Professor, sondern zugleich Mittel zum Verständnis des geltenden nationalen und zur Herausbildung eines gemeinsamen europäischen Privatrechts.
Jan Dirk Harke wurde 1969 in Düsseldorf geboren und studierte von 1991 bis 1994 Rechtswissenschaft an der Uni Freiburg, wo er nach dem Ersten Staatsexamen als Assistent am Lehrstuhl von Joseph Georg Wolf tätig war. Auf das Referendariat am Landgericht Freiburg folgten 1998 das Zweite Staatsexamen und die Promotion. Seine Doktorarbeit über die Methode des berühmten hochklassischen Juristen Celsus wurde mit dem Preis der Dr. Georg-Rössler-Stiftung im Verein der Rechtsanwälte beim Bundesgerichtshof ausgezeichnet.
Von 1998 bis 2000 war Harke dann als angestellter Rechtsanwalt im Berliner Büro einer großen internationalen Kanzlei tätig. Die Rückkehr in die Wissenschaft glückte mit einem Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dank Ulrich Manthe, der Bürgerliches und Römisches Recht an der Uni Passau lehrt. Er übernahm die Betreuung von Harkes Habilitationsvorhaben über den Irrtum im klassischen römischen Vertragsrecht. Die Habilitation erfolgte im Januar 2003.