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30.09.2003 | Autor/in: Markus Lembeck
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Universität München: Stiftung für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht

Mit einem feierlichen Gründungsakt in der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) ist in München die „Stiftung für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht“, kurz StAR, ins Leben gerufen worden.StAR wurde von der LMU und einer Reihe von Stiftern ins Leben gerufen, um die wissenschaftliche Aufarbeitung des Arbeitsrechts zu intensivieren. Die Stiftung hat die Aufgabe, Studierende für das Fach zu gewinnen, Weiterbildungsveranstaltungen anzubieten sowie Legislative und Exekutive durch Forschung und wissenschaftliche Gutachten bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
„Als wichtiger Teil der Wirtschaftsordnung brauchen das Arbeitsrecht und das daraus entwickelte Richter-Arbeitsrecht eine ordnungspolitische Basis sowie einen ökonomischen und juristischen Bezug zu den europäischen und internationalen wirtschaftlichen Realitäten,“ sagte Randolf Rodenstock, Präsident der Vereini-ung der Bayerischen Wirtschaft und der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie, Mitbegründer der Stiftung.
Das Arbeitsrecht habe gravierende Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Beschäftigung sowie auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmen und des Unternehmens Deutschland insgesamt. Entsprechend diesem wirtschaftlichen Gewicht müsse dem Arbeitsrecht in der Wissenschaft größere Bedeutung zukommen.
„Wir sind froh, die hohe fachliche Kompetenz unserer Rechtswissenschaftler in diese Stiftung einbringen und insgesamt das Arbeitsrecht in München weiter stärken zu können“, erklärte Professor Bernd Huber, Rektor der LMU München.
Im Mittelpunkt der Forschung wird die Bedeutung der Arbeitsbeziehungen für die Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft stehen. Hinzu kommen die Harmonisierung des Arbeitsrechts in Europa sowie die Entwicklung eines internationalen Arbeitsrechts unter Einbeziehung der Situation in den Entwicklungsländern.