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27.05.2003 | Autor/in: Markus Lembeck
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Strafrecht im Blickpunkt: Bochum und Hagen mit aktuellem Angebot

Die FernUniversität in Hagen bietet künftig ein praxisorientiertes Weiterbildungsstudium „Steuerstrafrecht“ an. Dieses Angebot wurde gemeinsam mit der renommierten Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rölfs WP Partner AG und dem Richter am Amtsgericht Claus-Arnold Vogelberg, Münster, entwickelt.Das Studium richtet sich in erster Linie an Rechtsanwälte, Steuerberater und Mitarbeiter der Finanzverwaltung, die in ihrem beruflichen Alltag in immer stärkerem Maße mit Fragen des Steuerstrafrechts konfrontiert werden. Am 2. Mai 2003 wurde der Kooperationsvertrag feierlich unterzeichnet.
Das Studium verbindet Theorie und Praxis: Das Institut für Juristische Weiterbildung erarbeitet den Kurs „Einführung in das Strafrecht“ und übernimmt Koordination und Betreuung des Studiums. Eine „Einführung in das Steuerrecht“ bietet ein Kurstext der RölfsPartner AG, die das Weiterbildungsstudium auch finanziell unterstützt und das Marketing übernimmt. Verfasser der Studienmaterialien und Prüfungsaufgaben zum Steuerstrafrecht ist Richter Claus-Arnold Vogelberg, einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.
Das Weiterbildungsstudium wird ab dem 01. September 2003 fortlaufend angeboten. Die Teilnahmegebühr liegt bei 1.200,00 Euro.
Strafrecht steht auch in Bochum auf dem Programm: Im laufenden Sommersemester unternimmt Prof. Dr. Klaus Bernsmann einen Gang durch die Strafprozessgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Sechs Strafverteidiger und ihre berühmten Fälle stehen am Anfang einer Vortragsreihe, die im Wintersemester 2003/04 fortgesetzt wird.
Die Reihe begann mit dem Münchner Staranwalt Rolf Bossi, er sprach über „Die Verfahren gegen Jürgen Bartsch“. Die Vorlesungsreihe behandelt außerdem das erste RAF-Verfahren (28.5.), das Mainzer Kindes-Missbrauchsverfahren (18.6.), die Verfahren gegen Monika Böttcher (ex Weimar, 2.7.), den Brand im Asylbewerberheim Lübeck (9.7.) und den so genannten „Herzklappen-Skandal“ (16.7.). Im kommenden Wintersemester wird Prof. Bernsmann, der selbst auch als Strafverteidiger aktiv ist, weitere prominente Anwälte an die RUB holen, die über ihre aufsehenerregenden Fälle berichten. (azur-online/ML)