News
15.04.2003 | Autor/in: Markus Lembeck
Themen in dieser Nachricht:

Hamburg ohne Olympiade, aber mit Law Center

Am Standort von Deutschlands erster juristischen Privathochschule macht die staatliche Konkurrenz Boden gut im „Tauziehen um die Elite“ (Hamburger Morgenpost). Am 11. April 2003 fand die feierliche Grundsteinlegung für den Neubau der Zentralbibliothek Recht statt.Die Universität Hamburg baut die nach eigener Auskunft modernste juristische Bibliothek Deutschlands, die das Herzstück des geplanten Hamburg Law Centers bildet.
Das architektonisch auffällige Bibliotheksgebäude soll im Frühsommer 2004 bezugsfertig sein. Über 900 Arbeitsplätze, alle ausgestattet mit modernster Technik, u. a. Internet- und Datenbankenzugang, rund 500.000 Bücher und eine umfangreiche CD-Bibliothek sollen Fachbesucher aus ganz Europa an die Hamburger Universität locken.
Nach der Bibliothek wird bis Mitte 2005 der Flügelbau Rothenbaumchaussee des Hamburger Rechtshauses umgebaut, dessen Obergeschosse in die Bibliothek einbezogen werden. Danach ist der Umbau des Flügels Schlüterstraße vorgesehen. Dort werden künftig sämtliche Lehrstühle und die Verwaltung des Fachbereichs untergebracht; alle Standorte außerhalb des Rechtshauses werden aufgegeben.
2006 werden dann rund 22 Millionen Euro verbaut sein, die je zur Hälfte von der Stadt Hamburg und der Bundesrepublik kommen.
Der Direktor der neuen Bibliothek, Prof. Dr. Claus Ott, spricht von einer lohnenden Investition: „Dadurch, dass die bisherigen 18 Einzelbibliotheken der rechtswissenschaftlichen Institute und Seminare zukünftig zusammengeführt werden, erreichen wir ein hohes Maß and Effizienz und Service.“
Das Dienstleistungsangebot soll nicht nur den Studierenden und Mitarbeitern der Universität zugute kommen. Alle Juristen der Stadt sollen von dem konzentrierten Angebot profitieren können. Dafür erhofft sich der Hamburger Universitätspräsident Dr. Jürgen Lüthje laut Hamburger Abendblatt „Unterstützung von der Hamburger Berufspraxis“. (azur-online/ML)