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25.03.2003 | Autor/in: Markus Lembeck
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Berliner und Jenaer Studierende vertreten Deutschland beim Jessup Moot Court

Wenn vom 2.-5. April 2003 in Washington D.C. angehende Völkerrechtswissenschaftler aus aller Welt im Jessup Moot Court im Wettstreit um das beste Fachwissen aufeinander treffen, werden es an erster Stelle Studierende der Humboldt-Universität Berlin sein, die Deutschlands Juristennachwuchs vertreten.
Ende Februar 2003 fand in Jena die nationale Vorausscheidung des Philip C. Jessup Moot Court statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Matthias Ruffert. An der Vorausscheidung des international renommierten völkerrechtlichen Wettkampfs nahmen 14 deutsche Teams teil, wobei das Team der Humboldt-Universität zu Berlin gleich drei Mal siegreich war. Es wurde ausgezeichnet für das beste Team, für die besten Schriftsätze Deutschlands und für die beste Leistung einer Einzelsprecherin.
Die Jury aus sieben Jura-Professoren und Anwälten (u. a. Dr. Hans-Günther Nordhues von Ashurst Morris Crisp und Dr. Ursula Wellen von Allen & Overy) sah am Ende das Berliner Team knapp vor fünf Studierenden der Universität Jena. Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl dürfen in diesem Jahr aber beide Siegerteams zum weltweiten Endausscheid nach Washington D. C. reisen.
Themen des Wettkampfs waren auch in diesem Jahr aktuelle völkerrechtliche Probleme, wie die Bewältigung der Folgen eines Bürgerkrieges sowie der Umgang mit Straflosigkeit von schweren Menschenrechtsverletzungen. Die Berliner Telnehmer wurden von Marcus Schroeder und Fabian Kiderlen betreut, wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl Prof. Dr. Christian Tomuschat.
Der Philip C. Jessup Moot Court ist der weltweit größte juristische Wettkampf von Studenten. In seinem vierundvierzigsten Jahr beteiligen sich weltweit etwa 1.500 Studierende von über 500 Universitäten aus mehr als 90 Ländern. Grundlage des Wettkampfes ist ein simulierter Prozess vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Dazu erarbeiten namhafte Völkerrechtler einen hypothetischen Rechtsstreit zwischen zwei fiktiven Staaten. Der diesjährige Fall dreht sich um Fragen der Staatenverantwortlichkeit für Kriegsverbrechen, Frauenhandel, Korruption sowie die Verantwortlichkeit einzelner Regierungsmitglieder. Die Schlussrunde wird von der Kanzlei Shearman & Sterling gesponsert. (azur-online/ML)