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25.02.2003 | Autor/in: Markus Lembeck
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Aktuell: Personalien aus der Rechtswissenschaft

Universität Köln ernennt Linklaters-Partner zum Honorarprofessor – Frankfurter Mediations-Forscher lehrt auch in Wien – Prof. Hoeren wird Research Fellow in Oxford – Prof. Bayer bleibt Jena erhaltenDr. Dirk Schroeder, Partner der Sozietät Linklaters Oppenhoff & Rädler, ist zum Honorarprofessor der Universität zu Köln berufen worden. Der 49jährige Rechtsanwalt wird dort Europäisches Wirtschaftsrecht und Kartellrecht lehren. Schroeder, der selbst in Köln Rechtswissenschaften
studierte und später dort promovierte, ist für die Studenten kein Unbekannter: Er hat dort seit mehreren Jahren einen Lehrauftrag. Bei der Überreichung der Ernennungsurkunde durch den Rektor der Universität, Prof. Dr. Tassilo Küpper, sagte Schroeder am Donnerstag: „Es ist wichtig,
Studenten frühzeitig mit den Anforderungen und Interessenmodellen der Praxis bekannt zu machen, insbesondere auch mit den zunehmend im Vordergrund stehenden internationalen Aspekten.“ Er lehrt seit zehn Jahren auch an der Amsterdam Law School, ist Vorstandsmitglied der Studienvereinigung Kartellrecht und Autor zahlreicher Veröffentlichungen.
Zum Honorarprofessor der Universität Wien für das Fach „Mediation, insbesondere Wirtschaftsmediation“ wurde jetzt Prof. Dr. Stephan Breidenbach von der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) berufen. Der 47-jährige gebürtige Düsseldorfer lehrt seit 1995 an der Viadrina und hat den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und internationales Wirtschaftsrecht inne. Mediation gehört zu seinen Forschungsschwerpunkten. In Wien ist er am Institut für Rechtsvergleichung angesiedelt, wo er Veranstaltungen zur Mediationspraxis anbietet. Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt (Oder) initiierte er die Einrichtung einer Mediationsstelle, die nach Angaben des Hochschul-Pressereferats seither auf große Resonanz stößt: Dort werden nicht nur außergerichtlich Streitfälle geschlichtet, sondern zudem interessierte Studenten und Bürger zu Mediatoren ausgebildet.
Aus Münster kommen zwei Personal-Meldungen: Prof. Dr. Thomas Hoeren, Leiter der zivilrechtlichen Abteilung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster, wurde vom Oxford Internet Institute (Universität Oxford) zum Research Fellow für das Studienjahr 2004/2005 ausgewählt. Seine künftige Tätigkeit in Oxford umfasst Vorlesungen und Seminare zu Fragen der Informationsgerechtigkeit. Bei den Münsteraner Rechtshistorikern wurde Dr. Andreas Thier, Privatdozent an der Universität München, Leopold Wenger-Institut für Rechtsgeschichte, zum Professor für das Fach „Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte“ ernannt. Als Lehrstuhlvertreter war Prof. Thier bereits seit einiger Zeit in Münster tätig.
Ein Experte für Aktien- und GmbH-Recht bleibt der Friedrich-Schiller-Universität Jena erhalten: Prof. Dr. Walter Bayer hat einen Ruf der Heidelberger Universität abgelehnt. „Ich werde mich auch in Zukunft weiterhin dafür einsetzen, dass ein Jura-Studium in Jena insbesondere für alle interessant bleibt, die später im zukunftsträchtigen Bereich des Wirtschaftsrechts arbeiten wollen“, wird Bayer in einer Pressemitteilung der Universität zitiert. Mittelfristig plant er die Einrichtung eines Zentrums für empirische Forschungen zum Unternehmensrecht. (azur-online/ML)