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29.10.2002 | Autor/in: Markus Lembeck
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Preiswürdige Nachwuchs-Juristen im ganzen Land

DAAD-Preis in Kiel, Humboldt-Preis in Berlin, Esser-Preis in Bochum: In den vergangenen Wochen wurden drei Nachwuchs-Juristen mit akademischen Preisen ausgezeichnet.Der Wilhelm und Günter Esser-Preis 2002/2003, der am 9. Oktober an der Ruhr-Universität Bochum verliehen wurde, ging in diesem Jahr unter anderem an Marc Oliver Hartwich. In seiner Doktorarbeit, die an der Fakultät für Rechtswissenschaft (Prof. Dr. Daniel Zimmer) entsteht, untersucht Hartwich das Thema „Werbung, Wettbewerb und Recht“: Er erforscht die Geschichte der deutschen Wettbewerbsgesetze, vergleicht sie international und bewertet sie aus ökonomischer Perspektive. Der Preis ist als mehrmonatiges Stipendium angelegt, mit dem ein „sorgenfreier Abschluss der Promotionsarbeiten“ ermöglicht werden soll, wie es in der Presseerklärung der Ruhr-Universität heißt.
Bereits abgeschlossen hat Holger Karitzky seine Doktorarbeit, für die er am 16. Oktober einen der neun Humboldt-Preise 2002 der Humboldt-Universität in Berlin erhalten hat. Seine strafrechtshistorische Biographie widmet sich unter dem Motto „Kriminalpolitik in vier Systemen“ dem Straf- und Prozessrechtler Eduard Kohlrausch (1874-1948). Dotiert ist dieser Preis mit 2.000 Euro.
An der Kieler Christian-Albrechts-Universität schließlich wird seit sechs Jahren ein „Preis für ausländische Studierende“ verliehen, den der DAAD gestiftet hat. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhält in diesem Jahr Fuh Pey-Fen aus Taiwan.
Fuh Pey-Fen, die im siebten Semester Jura studiert, baute am Institut für Osteuropäisches Recht einen Arbeitskreis auf, in dem sich Studierende und Doktoranden aus Japan, Korea, Taiwan, China und Deutschland mit dem „Recht des asiatischen Raums“ beschäftigten. Neben dem Studium und ihrer Arbeit an der Uni engagiert sich die Preisträgerin außerdem in der Kieler Ortsgruppe von „amnesty international“. (azur-online/ML)