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29.10.2002 | Autor/in: Markus Lembeck
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Greifswalder Jura-Fakultät: Gefeiert und gefördert

Die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald feiert Ende Oktober 2002 ihren zehnten Jahrestag. Passend zum kleinen Jubiläum meldet die Fakultät eine 1,6 Millionen Euro hohe Förderung durch die Essener Mercator-Stiftung.Greifswald ist ein Universitätsstandort mit Tradition: Bereits 1456 gegründet, gehörte auch die Juristische Fakultät zu den Trägern dieser Tradition. Allerdings wurde sie nach Ende des Zweiten Weltkriegs von der sowjetischen Militäradministration geschlossen.
Erst 1992 wurde die „Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät“, wie sie seit 1915 benannt war, offiziell neu gegründet. In diesen Tagen wird das Zehnjährige mit einer akademischen Feierstunde begangen, auf der die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichtes, Prof. Dr. Jutta Limbach über das Thema „Das gute Gesetz“ spricht.
In der kurzen Zeit ihres Neubestehens hat sich die Greifswalder Fakultät als besonders innovativ etabliert. Seit dem Jahr 2000 wird der bundesweit erste Bachelor-Studiengang im Fach Jura angeboten. Um diese Alternative zur traditionellen Juristen-Ausbildung zu vervollständigen, wurden die Masterprogramme „Rechtsvergleichung und Europarecht“ sowie „Steuern und Wirtschaft“ entwickelt, die in diesem Semester starten.
Die Stiftung Mercator aus Essen fördert diese beiden Programme, indem sie 200.000 Euro für einen Mitarbeiter bereitstellt, der als Studienberater und Koordinator für die ausländischen Partner des Studienganges wirken wird.
Weitere 1,4 Millionen Euro gewährte die Stiftung für einen neuen Lehrstuhl. Mit der Bezeichnung „Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung (Nord-Ost-Europa)“ wird eine Stiftungsprofessur geschaffen, die das Masterprogramm im Bereich der Rechtsvergleichung mit profiliert und den Ostseeschwerpunkt der Fakultät stärkt.