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25.09.2002 | Autor/in: Markus Lembeck
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Jura-Fakultäten melden ungebrochenes Interesse

Unabhängig voneinander melden die Humboldt-Universität und die Freie Universität in Berlin ein Rekord-Interesse an ihren rechtswissenschaftlichen Studiengangängen.1664 Bewerbungen liegen der Humboldt-Universität vor, 1445 Schulabgänger wollen an der FU Jura studieren. Damit ist Jura an beiden genannten Universitäten der Studiengang mit den höchsten Zuwachsraten bei den Bewerbungen. Vor einem Jahr, zum Wintersemester 2001/2002 verzeichnete die HU 751 Interessenten, die FU nur 453.
Die Zahl der Studienplätze ist allerdings begrenzt. An beiden Hochschulen werden nur jeweils rund 300 Studienanfänger in den Rechtswissenschaften zugelassen. Immerhin nimmt die Hauptstadt damit dreimal soviel Jura-Erstsemester auf wie etwa die Universität Heidelberg.
Der Andrang in der Neckar-Stadt war genau so hoch: 1600 Bewerbungen kamen auf 200 Studienplätze. Erst Anfang August hatte die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ die Heidelberger auf Platz 1 der juristischen Studiengänge gehoben. Für die Auswahl der Erstsemester hatte die Heidelberger Universität ein komplexes Verfahren in Gang gesetzt. Während 50 Prozent nach Abiturnote und 10 Prozent nach sozialen Kriterien ausgewählt wurden, durchliefen die restlichen Bewerber ein „Eignungsfeststellungsverfahren“.
Zitat aus der Pressemitteilung: „Das Anforderungsprofil stand bald fest. Überdurchschnittlich intelligent, flexibel und belastbar muss ein Jurastudent sein.“ Diesem Profil entsprachen letztendlich 92 Kandidaten. Studieren müssen sie trotzdem noch … (azur-online/ML)