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27.08.2002 | Autor/in: Markus Lembeck
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Auswirkungen der Luther Menold-Fusion

Bereits im Juni hat JUVE (www.juve.vm) über die Fusion von Andersen Luther und Menold & Aulinger berichtet. Damals hieß es in unserer Nachricht:

„Die Partnerversammlungen von Andersen Luther und Menold & Aulinger stimmten für die Fusion beider Kanzleien. Dies gaben die beiden zukünftigen Managing Partner, Dr. Stefan Kraus (Andersen) und Rudolf Bezler (Menold) am 20. Juni in Frankfurt bekannt. Bis zum 1. September soll der Zusammenschluss vollzogen sein. Der neuen MDP-Einheit werden rund 350 Anwälte, davon 110 Partner, angehören – Abgänge nicht ausgeschlossen.“

Einige der angedeuteten Veränderungen stehen mittlerweile fest: Hier eine kleine Chronik:

Erstes deutsches Büro für Bird & Bird

11.07.2002 12 frühere Wessing-Anwälte um Wolfgang von Meibom und Klaus-Jürgen Michaeli sowie fünf weitere Anwälte aus dem Düsseldorfer Büro von Andersen Luther haben sich nicht der neu fusionierten Kanzlei Luther Menold angeschlossen. Stattdessen bauen sie für die britische Kanzlei Bird & Bird die Praxis in Deutschland auf.

Zum neuen Bird & Bird-Team in Deutschland gehören neben von Meibom und Michaeli Corporate-Anwalt Dr. Alexander Schroeder-Frerkes, der Andersen bereits Ende Mai mit seinem Team verlassen hatte, sowie Vergaberechtler Dr. Jan Byok und die IP-Anwälte Christian Harmsen, Felix Rödiger, Uwe Lücken und Maximiliane Stöckel. Die zukünftigen acht Vollpartner in der britischen Kanzlei werden ergänzt durch neun Associates. Von Meibom wird der deutschen Praxis als Chairman vorstehen, Schroeder-Frerkes ist designierter Deputy Chairman.

Mit den 17 Anwälten wechselt nahezu das gesamte Team zu Bird & Bird, das vor Jahresfrist aus dem Düsseldorfer Wessing-Büro zu Andersen am Standort gewechselt war. Einzige Ausnahme ist Dr. Andreas Geiger, der Luther Menold erhalten bleibt.

Menold & Aulinger Dortmund fusioniert mit Jaeger Meissner Palm

22.08.2002 Das Dortmunder Büro von Menold & Aulinger und die örtliche Gesellschaftsrechts-Boutique Jaeger Meissner Palm gehen gemeinsame Wege: Ab dem 1. September 2002 wird man gemeinsam als Spieker & Jaeger firmieren.

Über das Menold-Büro war verschiedentlich zu hören gewesen, dass es durch den überregionalen Zusammenschluss mit Menold & Aulinger an regionaler Verankerung verloren habe. Diesem Umstand soll nun durch die Wiederaufnahme des ehemaligen Namensbestandteils Spieker Rechnung getragen werden. Mit 20 Anwälten, darunter einige der bekanntesten Anwaltspersönlichkeiten des Ruhrgebietes, entsteht die zahlenmäßig größte Kanzlei in Dortmund.

McDermott landet Coup in Düsseldorf

22.08.2002 Zum 1. September 2002 wird die US-Kanzlei McDermott, Will & Emery mit sieben Anwälten aus dem Düsseldorfer Büro von Menold & Aulinger den zweiten deutschen Standort nach München eröffnen.

Der Weggang des siebenköpfigen Teams von Menold kam sehr überraschend. Im Zuge der Fusionsverhandlungen zwischen Andersen Luther und Menold & Aulinger war immer wieder zu hören, dass es unter den Ruhrstandorten von Menold Bedenken gegen die Fusion gäbe. Schließlich hatte das Dortmunder Büro sich nicht dem Zusammenschluss zu Luther Menold angeschlossen.

Über die Wechselbereitschaft der sieben Düsseldorfer Anwälte wurde hingegen zu keinem Zeitpunkt der Fusion spekuliert. Auch die Pläne von McDermott zur Eröffnung von Düsseldorf als zweiten Standort in Deutschland drangen bis zur offiziellen Bekanntgabe im August nicht nach außen. (azur-online)